Klassenfahrt
nach Wipperfürth: 1. Tag |
| Die
lang ersehnte Klassenfahrt des 4. Jahrganges fand direkt nach den Sommerferien
statt. Damit sich die Kinder in den folgenden Wochen auf den Unterricht konzentrieren
können, wurde dieses aufregende Ereignis gleich für die 1. Woche eingeplant.
Viele Kinder trennten sich zum ersten Mal von ihren Eltern und stiegen mit einem
mulmigen Gefühl ein. Wahrscheinlich ging es den Eltern auch nicht anders. |
| Während
der Busfahrt kam weder Langeweile noch Traurigkeit auf, denn es wurde viel gespielt
und auch gesungen. Schließlich hatten wir schon im 3. Schuljahr die Fahrtenlieder
für diese Reise eingeübt, zum Beispiel "Die Wissenschaft hat festgestellt..." |
| Gleich
nach der Ankunft fing die Arbeit auch schon an. Der eigene Koffer musste identifiziert
und selber auf das Zimmer transportiert werden. Die Betten sollten bezogen werden
und viele Kinder lernten, dass es nicht nur Spannbettlaken gibt. |
 | | | In
Gruppen- oder Partnerarbeit schaffte es dann wirklich jeder sein Bett zu überziehen,
denn vorher durfte keiner das Zimmer verlassen. "Wie beim Militär",
schimpfte da auch schon mal ein ungeduldiger Grundschüler. |
| Und
so ging es erstmal weiter. Jede Klasse hatte einen eigenen Speisesaal, in dem
die Tische gedeckt und auch wieder abgeräumt werden mussten. Das Fegen kannte
man schon aus der Schule, aber der Umgang mit einem nassen Lappen stellte für
einige Kinder eine völlig neue Erfahrung dar. |
 | Der
Nachmittag versprach erholsamer zu werden. Nachdem einige grundsätzliche
Verhaltensregeln abgeklärt waren, erkundeten einige Kinder die Flora und
Fauna der Umgebung. | |
| Trotz
zahlreicher Versuche verwandelten sich kein einziger Frosch nach einem Kuss in
einen Prinzen... |
 | Andere
Kinder stürzten sich sofort auf den funkelnagelneuen Fußballplatz der
Jugendherberge. Viele Kinder hatten aber auch Lust den Ort Wipperfürth
bei einer Stadtrallye kennzulernen. Zum Beispiel wissen jetzt einige, wer den
Milzbrandbazillus entdeckte und wo diese Person wohnte. Immer wieder konnte man
die schöne Aussicht genießen. |
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| Am
Abend traf das Team von "Insider" ein. Schließlich hatten wir
ja ein Abenteuerprogramm gebucht. Jeder Klasse wurde ein eigener Führer zugeteilt,
der die Nachtwanderung um 21.30 Uhr einläutete. Natürlich wurden keine
Taschenlampen mitgenommen. Leider gibt es von dieser nächtlichen Aktion keine
Fotos, da die Verfasserin dieser Zeilen ihre gesamte Konzentration darauf verwenden
musste, nicht selbst die Steilabhänge hinunterzurollen und alle Hände
voll zu tun hatte, Kinder zu trösten, zu beruhigen und zu ermutigen. Es wurde
nämlich viel verlangt von unseren Viertklässlern. Zum Beispiel sollten
sie eine recht lange Strecke in völliger Dunkelheit allein gehen. Unser Gruppenleiter
ging ca. 300m vor und erwartete dort die Kinder, die zu zweit zu ihm kommen sollten.
Das war schon schlimm genug, aber danach sollte man auch noch eine Strecke allein
gehen! Da flossen einige Tränen und man verabschiedete sich in inniger Umarmung
voneinander. Hier einige Zitate: " Es war schön mit euch in einer Klasse."
, "Ich hätte nicht gedacht, dass ich nur 9 Jahre alt werden würde.",
"Warum können wir nicht einfach nur ins Bett gehen?" oder "
Ich hab schon Bauchschmerzen vor lauter Angst!" oder auch "Würdest
du eigentlich den Weg zurück finden, Frau Ihring?" |
Das
nicht, aber nach zwei Stunden kam der 4. Jahrgang der Pfefferackerschule trotzdem
vollständig in der Jugendherberge an und beim Zähneputzen konnten die
meisten auch schon wieder lachen. | |
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